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MARIO HELLER

überschreitet Eiger, Mönch und Jungfrau in neuer Rekordzeit

Mario Heller bricht den Speedrekord

Mario Heller bestieg alle drei Gipfel in zehn Stunden und 14 Minuten. Im Gespräch mit der Jungfraau Zeitung erläutert der 30-Jährige, wie er sich vorbereitet hat und wie er die Tour erlebte.

von Isabelle Thommen (Quelle: Jungfrau Zeitung)

Mario Heller stellte am 20. August einen neuen Speedrekord an Eiger, Mönch und Jungfrau auf. Der 30-Jährige bestieg alle Gipfel des Dreigestirns in nur zehn Stunden und 14 Minuten. Den bisherigen Rekord von Nicolas Hojac hat der in Matten lebende Luzerner somit um mehr als eineinhalb Stunden geschlagen. «Es macht schon Freude», sagt Heller, der als Outdoor Interlaken Canyoning Guide tätig ist. «Ich bin stolz und habe im Vorfeld ja auch trainiert.» Zur Vorbereitung habe er auf die richtigen Wetterverhältnisse gewartet. «Ich war zuvor viel mit dem Gleitschirm in den Bergen unterwegs und nahm letztes Jahr am Eiger Ultra Trail teil. Diesen konnte ich auch durchziehen.» Die Strecke absolvierte er zu Fuss und mit dem Gleitschirm. Die Idee zum Rekordversuch kam von Hojacs Aktion im Jahr 2017, wie Heller erzählt. «Ich habe das im letzten Sommer gesehen und fand es sehr spannend. Es war eine coole Sache. Da ich alle drei Gipfel kenne, war es logisch sie auch einmal zusammenzuhängen.»

Der entscheidende Faktor für seine gute Zeit sei das Wetter gewesen. «Nicolas konnte auf dem Mönch mit dem Gleitschirm nicht starten und hat dort viel Zeit verloren. Er hat wahrscheinlich lange probiert und musste schliesslich absteigen. Ich hatte es auf dem Mönch auch nicht einfach.» Die restlichen Stationen hätten beide in ähnlicher Zeit absolviert – beispielsweise seien beide in fünf Stunden auf dem Gipfel der Jungfrau gewesen. Der härteste Teil der Tour habe dabei der Eiger dargestellt. «In der Westflanke war es schwierig zu starten. Zudem war ich langsam müde. Ich brauchte guten, konstanten Aufwind, um den Schirm gut kontrollieren zu können beim Aufziehen. Es hatte viele lose Steine und war schwierig, den Schirm gut auszulegen.»

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Wie Heller erzählt, habe ein Kollege von ihm bereits versucht, seinen Rekord wieder zu brechen. «Er hat es am darauf folgenden Tag versucht. Er hatte aber Windprobleme in der Westflanke des Eigers und hat die Strecke schliesslich in elf Stunden absolviert.» Ähnliche Projekte habe er im Moment nicht geplant, sagt Heller. «Aber die Bergkette ist nach Eiger, Mönch und Jungfrau ja nicht fertig», lacht er. «Man könnte einfach weitere Gipfel anhängen.» Nächste Woche plant er bereits seine nächste Klettertour – um Geschwindigkeit gehe es ihm dabei aber nicht.

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